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Entscheidungen In Krisenzeiten: Meine Wichtigsten Leitlinien

Entscheidungen in Krisenzeiten: Meine wichtigsten Leitlinien

Die aktuelle Situation rund um den Corona-Virus stellt eine echte Krise dar. Die Entwicklungen führen -neben allen sozialen, politischen und persönlichen Verwerfungen- bei einigen Unternehmen zu seriösen wirtschaftlichen Problemen. Die Lage erfordert somit in vielen Fällen schwierigen Entscheidungen, um die Krise erfolgreich zu meistern. 

Wie agieren Sie am besten und wie gelingt Ihre Entscheidungsfindung?

Dazu möchte ich Ihnen hier in Kürze meine Empfehlungen darlegen. Zwar beziehe ich mich auf die aktuelle Krise, aber Sie können meine Punkte gerne als eine Art Leitlinien für Entscheidungen in Krisenzeiten generell sehen:

Bedenken Sie, dass ein Großteil Ihrer Entscheidungen jetzt auf vorherrschender Unsicherheit basiert, nicht auf abschätzbaren Risiken. 


Dieser Unterschied ist nicht unerheblich. Die wichtige Frage ist nämlich, in wie weit Statistiken zur Risikoabschätzung dienen. Risiken sind bekannt und aus der Vergangenheit abschätzbar, Unsicherheiten nicht. Eine Statistik zur Infektions- und Sterblichkeitsrate zum Corona-Virus am Beginn einer Pandemie zur Gefährlichkeits- und Maßnahmenplanung zu nutzen ist also mindestens zweifelhaft. Hilfreicher wären -wenn überhaupt- vergleichende Analysen zu früheren Pandemien. Gleichzeitig ist die Analyse exponentieller Verbreitungsfunktionen ein bekannter menschlicher Denkfehler. Sind wir also sehr vorsichtig damit. 

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind nach meiner Einschätzung und Stand heute für viele Unternehmen so oder so bisher kaum planbar, und das zwingt zu etwas veränderten Denknotwendigkeiten.

Auch wenn nicht alle Details klar sind: Denken hilft.
Ihre Werte, Faustregeln, Erfahrungswerte sowie erprobte Denkstrategien bieten eine dabei gute Orientierung.

In der Krise müssen Sie in handlungsfähig bleiben, auch wenn momentan nicht alle Daten und Fakten bekannt sind, und die echten Risiken nicht bestimmbar. Dann gilt: Durchdenken Sie Konsequenzen und Entwicklungen so weit als möglich, und beurteilen Sie dann entsprechend Ihrem ureigenen Kompass: Ihren Werte, dem was Ihnen im Leben wichtig ist. In Krisen bekommen oft sehr menschliche und am Gemeinwohl orientierte Kriterien wie z.B. Gesundheit, Familie, Fairness, Zusammenhalt etc. größere Priorität. Nutzen Sie außerdem Erfahrungswerte aus anderen Bereichen Ihres Lebens und gute Faustregeln. Typischer Weise finden sich auf dieser Ebene gute Handlungsoptionen, die das Überleben sichern, und die gröbsten Fehler auch unter Druck und in der Krise vermeiden. Im Zweifel überprüfen Sie Ihre Entscheidungen häufiger und adaptieren bei Möglichkeit und Bedarf.

Übermäßige Emotionen, insbesondere Panik, helfen nicht. 

Panik ist übersteigerte Angst, und Angst kein guter Ratgeber. Allerdings nur dann, wenn sie nicht funktional, also irrational ist. Unterscheiden sie klar welche Ängste berechtigt, ggf. sogar vor wirtschaftlicher oder physischer Lebensbedrohung warnen. 
Bevor Sie eine kritische Entscheidung treffen nehmen Sie sich etwas Zeit von der Entscheidungssituation emotionalen Abstand zu gewinnen. 

Analyse der Ursachen und Schuldzuweisungen sind IN der Krise nicht zielführend

Wo es wichtig ist die Entwicklungen und Wirkmechanismen zu verstehen, um gute Vorgehensweisen und Lösungen zu finden, ist es während der Krise wenig hilfreich mit Schuldzuweisungen und die „Warum“-Fragen zu stellen. Das bindet nur gedankliche Kapazitäten, die Sie besser zur Problemlösung nutzen. NACH Überwindung der Krise ist es umso wichtiger die Gründe zu analysieren, um aus erlebten Fehlern und Problemen für nächste Gelegenheiten dieser Art zu lernen. Manchmal erlebe ich die Realität gerade umgekehrt…

Bleiben Sie positiv

Ihre gedankliche Haltung ist auch in Krisenzeiten entscheidend. Betrachten Sie, was sie selbst verändern können, und arrangieren Sie sich mit dem, was Sie nicht ändern können. Nur wenn Sie bei einer positiven Grundhaltung bleiben, wird es Ihnen auch gelingen nicht nur die Probleme und der Lösung im Visier zu behalten, sondern auch einen Blick darauf werfen zu können, welche Chancen sich für Sie aus der Krise ergeben.

So kommen Sie hoffentlich gut oder sogar gestärkt durch die Krise.

© Christoph Kuzinski, 2020

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